Digitale Transformation und ihre Folgen

Die Digitalisierung ermöglicht fundamental neue Geschäftsmodelle, verlangt jedoch auch nach neuen Prozessen und zwingt zur Fokussierung auf individuelle Kundenbedürfnisse.

Von der Technologie getrieben, bewegt sich die Wirtschaft mit hoher Geschwindigkeit weg von der Massenproduktion hin zu massenhaft personalisierten Gütern, weg von einer Verkaufs-, hin zu einer On-Demand- und Sharing-Gesellschaft. Mit dieser Beschreibung trifft Ray Wang in Disrupting Digital Business (Harvard Business Review Press, 2015) den Nagel auf den Kopf.

Wer dabei denkt, Digitale Transformation sei wie ein Projekt irgendwann mal abgeschlossen, liegt falsch. Es handelt sich vielmehr um einen kontinuierlichen Veränderungsprozess, angetrieben von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Mit anderen Worten eine rasante Entwicklung ohne Ende: Die Digitalisierung beschleunigt sämtliche Produktions- und Innovationsprozesse resp. -zyklen. Unternehmen, die heute nicht auf den Zug aufspringen, verpassen morgen den Anschluss.

Was im ersten Moment abschreckend klingt, lohnt sich jedoch, verspricht die Digitalisierung doch eine verstärkte Kundenbindung, effizientere interne und externe Prozesse sowie Umsätze dank neuen Produkten, Services und Geschäftsmodellen.

Digitales Knowhow ist auf allen Stufen gefragt

Wichtig dabei ist, dass alle Beteiligten mit an Bord sind. Wo früher die IT-Abteilung alleinig zuständig für die technologische Instandhaltung der Unternehmung war und eine zeitlang jegliche Online-Kommunikation an den Social Media Manager oder entsprechende Stabsstellen abgegeben wurde, wenn überhaupt, muss heute sowohl die Führung als auch einzelne Abteilungen in der Lage sein “Digital” mitzudenken. Dazu ist digitales Knowhow erforderlich, bei allen. Die Digitalisierung eines Unternehmens kann nicht alleine bottom-up vollzogen werden. Ohne top-down, dem Buy-in des Managements, funktioniert es nicht, und dazu ist Digital-Knowhow erforderlich.

So einleuchtend dies ist, so selten reagieren Unternehmen konsequent auf diese Herausforderung: Die operativ Verantwortlichen haben in aller Regel andere Probleme, als sich mit “Science Ficition” zu beschäftigen. Zwar kriegt auch ein 55-jähriger CEO “Buzzwords” wie 3-D-Druck, Big Data oder Cloud Computing mit – die dahinterliegenden Phänomene und die Auswirkungen auf die eigene Branche sind angesichts aktueller Probleme wie der Frankenstärke von tiefer Priorität. Gleichzeitig haben Mitarbeitende in aller Regel nicht die Zeit, Mittel oder Kompetenzen innovativ zu sein. Das mittlere Management ist mit Dringlicherem beschäftigt und die oberste operative Führung scheut die Transformation wie der Teufel das Weihwasser: Transformation bedeutet Wandel (Neudeutsch: Change) und Wandel heisst Aufwand, Aufwand, der sich meist nicht innert einer für die Karriere der Verantwortlichen nützlichen Frist positiv zu Buche schlägt.

Social Media als Übersetzung

Digitalisierung ist ein Querschnittthema, das alle Geschäftsbereiche durchdringt und am Phänomen „Social Media“ einen sichtbaren Ausdruck findet. Hier wird manifest, was in anderen Bereichen spür-, aber wenig greifbar ist. Die Beschäftigung mit Social Media hilft, die Digitalisierung als Chance und nicht als Überforderung wahrzunehmen und bietet somit einen erleichterten Zugang zum Thema Digitalisierung, das für viele Branchen disruptive Kraft entwickelt.

Social Media ist zudem ein essenzieller Bestandteil von erfolgreichem Content Marketing. Früher ein Buzzword und Hype, ist der Einsatz von Social Media im heutigen Marketing nicht mehr wegzudenken.

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