Interview mit Fabian Plüss – CEO von Kingfluencers

Fabian Plüss gründete 2014 Kingfluencers. Die Full-Service Influencer Werbeagentur kreiert und setzt Kampagnen für Microsoft, SBB, Coop, Mercedes, Universal Pictures, Post, Emmi etc. um. In seiner Freizeit surft er gerne Wellen. Ich traf Fabian an einem extrem warmen Tag im Lago am Zürichsee zum Interview.

Fabian Plüss
Fabian Plüss , CEO der Kingfluencers.com .

Was bedeutet für dich Influencer?

Influencer ist ein Mensch mit einer Social Media Relevanz , d.h. er hat eine Community auf Social Media und bearbeitet ein Thema oder ist bekannt durch etwas. Aber sicher ist wichtig, dass er eine Relevanz auf den Kanälen hat.

Wann ist man ein Influencer?

Man muss sicher eine gewisse Anzahl Follower haben, ich kann nicht genau ab wann das genau anfängt oder aufhört. Sicher ist ,dass Marken bereit sind ab ca. 5’000 Follower für einen Influencer einen Betrag zu bezahlen.

Wie arbeitet eine Influencer Agentur?

Wir haben einen Pool von Influencern die für uns arbeiten, in der Schweiz sind es ca. 1’000 . Wir verwalten auf einer Page/Seite mit einer speziellen Software, die wir selber programmiert haben. Wir vermitteln die Influencer für Kampagnen, d.h. wir schauen Target-Kriterien einer Kampagen an und passen diese mit den Influencer Kriterien an. Zusätzlich realisieren wir das Kampagnenmanagement.

Mit welchen Kosten muss man für eine Zusammenarbeit rechnen? Wie wird das Geld aufgeteilt?

Kingfluencers ist nicht nur eine Vermittlungsagentur sondern wir planen auch die Kampagnenkreation. Bei der Kreation arbeiten wir auf einem Stundenansatz, bei der Vermittlung rechnen wir 1:1 ab , d.h. die Influencer kriegen den vollen Betrag.

Der Preis der Influencer setzt sich auch 3 verschiedenen Faktoren zusammen:

  1. Reichweite
  2. Aktualität
  3. Wert von sich selber ( Influencer)

Das zusammen ergibt dann einen Preis für den Influencer. Auf Kampagnenseite kommt es darauf an, wie gross diese wird, je nachdem ist es natürlich offen gegen oben. Eine Kampagne unter 5’-10’000.—Franken macht keinen Sinn.

Gibt es ein Buyout? Wie 3-5 Jahre bei Fotokampagnen mit Models.

Es ist anders und nicht vergleichbar. Die Rechte werden dem Kunden vollumfänglich/komplett übergeben für die digitalen Medien.

Die Influencer sind verpflichtet während der Kampagnenlaufzeit den Post online zu lassen, nicht gern gesehen wird, wenn man diesen dann wieder löscht nach einer Weile, was aber auch selten passiert.

Wie geht man Influencer richtig an?

Man hat ein Kampagnenziel, daher braucht der Influencer kein spezielles Behandeln. Wichtig ist dass man ein kompetentes, umfangreiches Briefing hat. Es fängt viel früher an, welchen Influencer man aussucht. Was möchte man erreichen, als Unternehmen. Als Brand dies selber zu machen ist sehr viel Aufwand und meistens fehlt es an know-how, wie mit allem umzugehen.

Für eine Kampagne arbeitet man meistens mit mehreren Influencern, nicht nur mit einem.

Gibt es einen Influencer/Blogger Kodex an den sich Influencer, Agenturen und Unternehmen halten sollten?

Es gibt sicher mehrere, ich kenne jetzt nicht direkt alle. Ich weiss, dass man z.B. nicht über Preise redet. Wichtig für mich persönlich ist, dass man keine Engagements und Follower kauft.

Wie unterscheiden sich CH Influencer von Internationalen Influencer?

Die Internationalen Influencer haben eine viel grössere Reichweite, jedoch von der Wichtigkeit her im Markt bestehen keine grossen Unterschiede. Wir Schweizer kommunizieren anders, d.h. im Ausland ist die allgemeine Kommunikation verschieden.

Die Bildsprache ist anders, sowie die verschiedenen Hashtags, die sicherlich auch Landesspezifisch sein müssen.

Danke dir, lieber Fabian für deine Zeit.

 

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Aliza Eva Berger
Aliza Eva Berger besucht den Social Media Community Manager-Lehrgang (#smcm).

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