Wie komme ich in die Kreise?

Als Teil meines Projekts im Rahmen der Ausbildung zum Social Media Community Manager habe ich mir vorgenommen, für meine Arbeitgeberin, ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, den Google+-Auftritt auszubauen.

Das Profil ist schnell gemacht bzw. besteht bereits, weil wir einen Youtube-Kanal haben und damit automatisch ein Google+-Profil erstellt wird. Das hat mir Google+ bisher nicht so sympathisch gemacht. Ich mag es nicht, zu einem Profil genötigt zu werden.

Aber nun möchte ich aus dem sowieso schon bestehenden Profil etwas machen, herausfinden, wie die Google+-Welt funktioniert und ob sie wirklich kurz vor dem Untergang steht, wie man häufig lesen kann.

Zuerst richte ich natürlich das Profil fertig ein. Bisher waren da einzig ein Logo und ein schönes Hintergrundbild. Trotzdem ist das Profil bereits in 13 Kreisen, ohne je einen Beitrag veröffentlicht zu haben. Das scheint mir ein guter Start zu sein. Nun ergänze ich alle Angaben wie z. B. das Motto und lade die ersten Fotos hoch. Kurz schaue ich bei der Konkurrenz rein: Wie haben sie das Profil eingerichtet? Wie sehen ihre Beiträge aus? Was wurde von ihren Kreisen mit einem +1 belohnt, was nicht?

An der SOMEXCLOUD habe ich zwei gegensätzliche Tipps erhalten: Eine Dozentin hat mir geraten, dasselbe wie auf Facebook zu posten und zu schauen, wie die Reaktionen sind. Ein anderer Dozent hat davon abgeraten, dasselbe zu posten. Was aber klar aus beiden Tipps hervorging: Facebook ist mehr Freizeitunterhaltung, während Google+ themenlastiger sein darf, eine Content-Plattform ist. Zudem hat Google+ einen beruflicheren Charakter als Facebook.

Also habe ich mich zu einer Mix-Strategie entschieden: Ich möchte ausprobieren, was passiert, wenn ich dasselbe wie auf Facebook poste, aber dazwischen Beiträge mit mehr Text und mehr Info streuen. Zudem stelle ich auch die Stellenanzeigen auf Google+.

Nun reicht mir aber das Publizieren von Content nicht. Er soll ja auch gelesen werden. Es macht nicht so richtig Spass, interessante Beiträge zu publizieren, wenn nur gerade 13 Personen überhaupt davon erfahren. Also war die Suche nach Personen, die mich ihren Kreisen hinzufügen, ein weiterer wichtiger Punkt auf meiner Liste.

Zuerst habe ich überall dort, wo es Sinn macht, mitgeteilt, dass wir nun auch auf Google+ zu finden sind. Auf unserer Webseite, im Intranet, auf Twitter und auf unserem Facebook-Profil.

Dann habe damit begonnen, auf der Plattform selbst unsere Existenz mitzuteilen. Ich habe nach Personen gesucht, die zu unserer Zielgruppe gehören. Diese habe ich den Kreisen des Unternehmens hinzugefügt. Einerseits um zu sehen, was sie posten, andererseits in der Hoffnung, dass sie mein Business ihren Kreisen hinzufügen. Der Erfolg war mässig. Immerhin habe ich ein paar wenige Follower dazugewonnen.

Der nächste Schritt war, das aktive +1-en der Beiträge anderer. Nach dem Motto: ich like deins, hoffentlich likest du dann auch meins. Auch hier war ein Erfolg zu verzeichnen, aber ebenfalls ein mässiger. Trotzdem habe ich natürlich fleissig weiter andere hinzugefügt, deren Beiträge (wenn sie gut zum Unternehmen passten und spannend waren) geplust, kommentiert und geteilt.

Die Zeit der Projektarbeit ist jedoch begrenzt. Damit ich Learnings aufzeigen kann, brauche ich eine bessere Taktik, um an Follower zu kommen. Also ab ins Internet. Ich werde wohl kaum die erste sein, die mit dieser Problemstellung konfrontiert ist.

Und tatsächlich, hier bin ich auf Gold gestossen: Dieser Link hat mir weitergeholfen. Anna Franzen rät dazu, Communities beizutreten und darin aktiv zu sein. Plötzlich regnet es +1er und auch die Follower wachsen. In den Communities finde ich die Eisenbahnfreunde, die sich für unsere Bilder begeistern und auch die Textbeiträge lesen (wenn auch hier die Begeisterung kleiner ist, als für die Bilder). Nun fängt es an, spannend zu werden und langsam wächst auch die Followerzahl.

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